AAC 25 – Pressemitteilung

Pressemitteilung_(31 Jan 2018)

Mittwoch 31. Januar 2018

25 Jahre Association des Antennes Collectives asbl (AAC)

Parkhotel Alvisse, Dommeldange, 18h00

PRESSEMITTEILUNG

Am Mittwoch den 31. Januar 2018 feierte die Association des Antennes Collectives asbl (AAC) ihren 25. Gründungstag. Im Beisein von Herrn Guy Arendt, Staatssekretär im Kulturministerium sowie u.a. Herrn Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA), erfolgte ein Rückblick auf die Geschichte der Kabelfernsehtechnik in Luxemburg und ein Ausblick in die Zukunft. Eine Expertenrunde diskutierte die Rolle der Kabelnetze als Konvergenzmedium für neue Inhalte, neue mediale Konsumgewohnheiten, neue Geschäftsmodelle und neue Technologien.

Paul Denzle, Präsident der AAC, begrüßte alle anwesenden Gäste und insbesondere die Ehrengäste, die Herren Guy Arendt und Thomas Braun. Herr Denzle beleuchtete die Pionierzeit der Kabelnetze, als vielerorts, auf Basis von lokalen und gemeinnützigen Initiativen, durch eine Handvoll dynamischer Pioniere erste „Gehversuche“ in der Fernsehprogrammakquise und -weiterverbreitung gemacht wurden. Zusammen mit technikbegeisterten und innovativen Fachleuten sowie den Herstellern, waren es diese Freiwilligen der ersten Stunde, die die Voraussetzungen zu der Vielfalt von Diensten schufen, welche die Kabelfernsehnetze heute anbieten. Immer noch ist das Kabel in Luxemburg das am meisten genutzte Medium für den TV-Empfang.

Herr Guy Arendt beglückwünschte die Kabelanbieter zu Ihrem wichtigen Beitrag zur „Demokratisierung des Fernsehens“. Die Gemeinschaftsantennen waren vielerorts die Lösung für eine bessere Empfangsqualität und brachten den Bürgern zugleich eine größere Programmauswahl. Weiter hob Herr Guy Arendt die Anpassung der Kabelfernsehnetze zu ultra-schnellen Kommunikationsinfrastrukturen mit einem sich stetig erweiternden Breitband Angebot hervor und unterstrich wie wichtig leistungsfähige Netzinfrastrukturen für den ICT Standort Luxemburg sind. Die Regierung werde sich auch weiterhin im Interesse der Bürger für die größtmögliche Interpretation des einheitlichen europäischen Marktes für den grenzübergreifenden Zugang zu u.a. digitalen TV- und Internet Inhalten einsetzen.

Nico Binsfeld, Generalsekretär der AAC erinnerte an den Aufbau der ersten Kabelfernsehnetze in Luxemburg vor rund 50 Jahren sowie an die Entstehungsgeschichte der AAC vor 25 Jahren. Auslöser zur Gründung der AAC waren Anfang der 1990er Jahre die Diskussion betreffend Autorenrechte für die Kabelweiterverbreitung von TV-Signalen. Nachdem sichergestellt war, dass in Luxemburg nationale und internationale TV-Programme – auch in HD-Qualität – verbreitet werden konnten, nahm sich die AAC sowohl technischer wie auch regulatorischer Themen im Interesse ihrer Mitglieder an. Darüber hinaus war und ist die AAC ein kompetenter Partner in der Ausarbeitung von Diskussionspapieren zu nationalen und europäischen Themenbereichen – bei der Reform des Autorenrechts oder in der Feinjustierung strategischer Orientierungen des Landes im Bereich ICT. Hier ist insbesondere das Rahmenabkommen mit LuxConnect hervorzuheben, welches insbesondere kleineren Netzen im ländlichen Raum ermöglicht, durch Anbindung an ein neutrales, ultra-schnelles Glasfaserbackbone ihre Abonnenten an der digitalen Informationsgesellschaft teilhaben zu lassen.

Die anschließende Expertenrunde wurde moderiert von Herrn Jean-Philippe Boever. Ueber die Entwicklung der Kabelfernsehnetze zu vollwertigen, breitbandigen Kommunikationsnetzen für elektronische Medien und den Herausforderungen für das Kabel der Zukunft, national und international diskutierten Thomas Braun, Ed Wangen, Jean-Lou Siweck, Nico Binsfeld und Paul Denzle.

Um der zunehmenden Konkurrenz im Bereich des TV-Empfangs (z.B. Satellit und IPTV), der demografischen Ausrichtung Luxemburgs und den Veränderungen in Nutzung und Gebrauch der audiovisuellen Medien gerecht zu werden, muss der Kabelnetzbetreiber zum vollwertigen Telekommunikationsanbieter werden. Die Teilnehmer an der Diskussionsrunde sind sich einig, dass die breitbandigen, und in Luxemburg dicht verlegten Kabelnetze vollwertige Partner einer nationalen und überregionalen Breitbandstrategie sind und dass ein Wettbewerb der Infrastrukturen sich für alle – Verbraucher, Netzbetreiber und Inhalte Anbieter in höchstem Masse negativ auswirken wird: der Kunde entscheidet nach Inhalten nicht nach Infrastruktur. Um bei der notwendigen Konvergenz der Netze und Plattformen schritthalten zu können sind jedoch kontinuierliche Investitionen in die Netzinfrastrukturen ein absolutes Muss. Der unumstößliche Vorteil den das Kabel in der Konvergenzdiskussion innehat liegt dabei auf der Hand: der Breitbandanschluss liegt bereits im Wohnzimmer, es braucht keiner teuren Aufrüstung zur gleichzeitigen Nutzung von HD-Programmen auf beliebig vielen TV-Geräten und zum surfen im Internet.

Doch es bedarf nicht nur hervorragender Netzinfrastrukturen für ein erfolgreiches Inhalte Angebot : Neue, regulatorische Themen, wie z.B. das Net Neutrality oder auch die längst fällige Reform des Urheberrechts, um es an die Belange der Informationsgesellschaft anzupassen, kommen immer wieder auf das Tapet. Damit neue Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft entstehen können, neue Verwertungswege aufgehen und Inhalte europaweit und nicht länderspezifisch oder regional zur Verfügung stehen – ohne dass dabei die kreativen „Industrien“ das Nachsehen haben, ist eine Konsenslösung vonnöten – die aber, zum Bedauern der Expertenrunde, nicht in Sicht zu sein scheint. Ein fundamentaler Paradigmenwechsel muss her denn in einem Zeitalter der Allgegenwärtigkeit der Medien, Inhalte und Zugangstechniken ist es für den Nutzer nicht zu erklären, warum bestimmte Inhalte z.B. über Fernsehsignal, nicht aber im Internet für ihn bereitstehen. Die Expertenrunde begrüßt die Bestrebungen des nationalen Politikums den grenzfreien Zugang zu dem audiovisuellen Content in Europa in Richtung einer echten Freizügigkeit der Inhalte voranzutreiben – im Interesse des Endkunden und der kreativen Industrien Europas.

Teilnehmer an der Experten Runde :

  • Nico BINSFELD Generalsekretär AAC

  • Thomas BRAUN Präsident Verband Deutscher Kabelnetbetreiber (ANGA)

  • Paul DENZLE Präsident AAC

  • Jean-Lou SIWECK Medienexperte

  • Ed. WANGEN Präsident LuxConnect

Moderation :  Jean-Philippe BOEVER

AAC :

Die Association des Antennes Collectives asbl (AAC) ist eine Vereinigung ohne Gewinnzweck. Ihre Mitglieder sind die Besitzer und Betreiber von Kabelfernsehanlagen. Dies sind als auch Gemeindeverwaltungen, Vereinigungen von lokalen Antennennetzen und Wirtschaftsunternehmen.

Vorstand AAC :

  • Paul DENZLE Präsident

  • Jean-Paul HOFFMANN Vize-Präsident

  • Jean SCHMALEN Vize-Präsident

  • Nico BINSFELD Generalsekretär

  • Patrick AUBART Kassenwart

  • Alexine BAUMANN Mitglied

  • Pascal CASEL Mitglied

  • Guy MEDINGER Mitglied

  • René SIMON Mitglied

  • René TURPEL Mitglied

  • Nicolas GUINOISEAU Sekretär

Kontakt :

Nico BINSFELD
Tel. +352 621 36 09 38
nico.binsfeld@telewalfer.lu