Medienanstalten gegen Grundverschlüsselung

Jörn Krieger | 05-07-2012

Die Landesmedienanstalten fordern die Kabelnetzbetreiber dazu auf, die Grundverschlüsselung digitaler Free-TV-Sender zu beenden, um die Digitalisierung des letzten verbliebenen analogen Verbreitungswegs zu beschleunigen.

Die Grundverschlüsselung sei ein Hindernis für einen verbraucherfreundlichen Umstieg auf Digitalfernsehen im Kabelnetz, erklärte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) in einer Stellungnahme.

Durch die steigende Verbreitung von Fernsehgeräten mit eingebautem Digitalreceiver drohten den Privatsendern durch die Grundverschlüsselung zunehmend Nachteile, weil deren Programme im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern nur mit Smartcard empfangen werden könnten.

Hintergrund: Unitymedia hat sich als Zugeständnis für die Genehmigung der Übernahme von Kabel BW durch den US-Mutterkonzern Liberty Global dazu verpflichtet, die Grundverschlüsselung digitaler Free-TV-Sender in herkömmlicher Bildauflösung zum 1. Januar 2013 aufzuheben. Bei Kabel BW ist dies schon jetzt der Fall.

Die ZAK begrüßt den Wegfall der Grundverschlüsselung bei Unitymedia und appelliert an die anderen Kabelnetzbetreiber, sich dieser Haltung anzuschließen.

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